Begeisterte Zuschauer bei Sommer am See

13.08.2020

Mit einem musikalischen Höhepunkt startete die Freiluftreihe „Sommer am See“ am vergangenen Freitag. Gefolgt von zwei Veranstaltungen, die die Lachmuskeln der Besucher bis zum Anschlag strapazierten. Seit Montag laufen die Konzerte auf der BUNTerLEBEN Vielfaltbühne, bei denen zahlreiche lokale Musiker auf der Bühne stehen. Noch bis zum 22. August erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm.

 

Eingeleitet wurde das Programm am Freitag mit einem Konzert der Neuen Philharmonie Frankfurt unter dem Titel „Sommermusik“. In einer kleinen Kammermusikbesetzung aus Flöte und Streichertrio begeisterten die Musiker, die sonst für ihre großen Crossover-Programme bekannt sind und mit großen Stars auf der Bühne stehen. Während des Konzerts wechselten die Musiker die Besetzungen. Auf Wolfang Amadeus Mozarts Quartett für Flöte und Streichtrio und D-Dur folgte beispielsweise Ludwig van Beethovens Serenade op.25 für Flöte, Violine und Viola. Werke von Tommaso Giordani, Franz Schubert und Francois Devienne runden das Konzert der hochklassigen Musiker ab. Kathrin Troester (Flöte), Veronika Hagemann (Violine), Anne Eberlein (Viola) und Philipp Hagemann (Violoncello) ernteten tosenden Beifall und verabschiedeten sich mit einem lockeren Rag als Zugabe von den begeisterten Besuchern. In einer etwas anderen Besetzung werden die Musiker das Programm des Sommers am See am 22. August auch abschließen. Unter dem Titel „Dichter und Denker“ werden die Musiker in einer etwas anderen Besetzung, Stefan Adam (Bariton), Jens Troester (Klavier), Anna-Maria Barth und Julia Mangelsdorf (Violinen), Pilar Carvajal (Viola) und Alexander Zhibaj (Violoncello), Werke von Schubert und Beethoven spielen. Vor lauter Ehrfurcht wagte es Franz Schubert nicht, dem Giganten Ludwig van Beethoven seine Kompositionen vorzustellen. Obgleich Beethoven das große Lied-Oevre Schuberts kannte und bewunderte, kam es nie zu einem persönlichen Treffen. Die Philharmoniker holen diese historisch verpasste Chance am Wölfersheimer See nach und lassen Schuberts Kunstlieder mit Beethovens Streichquartetten aus op.18 miteinander in einen musikalischen Dialog treten.
Auch Stefani Kunkel erntete am Samstag großen Applaus und Zugaberufe vom Publikum. In ihr Programm stieg sie etwas persönlicher als üblich ein und berichtete von ihrer Kindheit und Jugend in Wölfersheim. Dabei blickte sie auch zurück auf die Entwicklung des Geländes um den See, auf dem sie als Kind mit eher mäßigem Erfolg teilnahm. Sie spannte den Bogen zur Corona Pandemie, die vielen Frauen mit Mundschutz und Sonnenbrille viel Zeit beim morgendlichen Besuch des Bäckers sparen kann. Eine der bekanntesten Rollen Kunkels ist Hilde aus Bornheim, in die sie sich erstmals live auf der Bühne verwandelte. Hatten die Besucher bisher einen lustigen und kurzweiligen Abend, wurden die Lachmuskeln im folgenden Programm bis zum Zerbersten strapaziert. Mit Fleischwurst, Kittel und Schlappmaul wird Kunkel auch am 16. August mit der Hessischen 3 Faltigkeit zu Gast sein. Mit dabei sind dann auch Rotraud Reußwig aus Katholisch Willreroth, die zu jedem Thema eine Meinung hat und sich nicht scheut, diese offen mitzuteilen. Sie ist eine Frau aus dem Volk und weiß mit viel Witz und Humor den neuesten Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Daneben ist Hiltrud aus dem wunderschönen Hanau mit von der Partie. Auch ohne ihren Partner Karl-Heinz überzeugt die rüstige Dame mit spitzer Zunge und witzigen Pointen und beweist, dass sie zu Recht mit ihren Stand Up Auftritten oft Wochen im Voraus ausgebucht ist.
Vor ausverkauftem Haus standen am Sonntag Marcel Heller und Dennis Schulz vom Wetterau Podcast „Afterhour Eierbagge“. Seit etwa fünf Monaten veröffentlichen die beiden Wetterauer „Bouwwe“ aus Oppershofen und Ober-Wöllstadt ihren wöchentlichen Podcast, der die Menschen im Wetteraukreis mit regionalem Infotainment versorgt. Dennis Schulz übernimmt dabei die Rolle des Medien-Allrounders: Als Radio- und TV-Moderator besitzt er das nötige „Know-how“ und die Fähigkeit, Themen in die Sendung zu werfen, die die Region interessieren. Für die flotten Sprüche ist „Spaßminister“ Marcel Heller verantwortlich: Als Vorsitzender zahlreicher Vereine ist er bestens vernetzt. Darüber hinaus steht er als Büttenredner und Kabarettist auf der Bühne. Sein Humor trägt die Farbe schwarz - auch deshalb, weil er im „normalen Leben“ als Bestatter arbeitet. Auch auf der Bühne am See wurden die beiden ihren Rollen gerecht. Nach ihrer kleinen Fahrt mit dem Traktor zur Bühne zündeten sie ein Feuerwerk der guten Laune. Als ersten Gast auf der Bühne begrüßten sie Rica Wittich von Training im Freien, die die beiden Gastgeber mit einem Spiel überraschte. Damit brachte sie die beiden bereits zu Beginn an ihre körperlichen Grenzen. Als zweiten Gast vor der Pause begrüßten sie Musiker Di Mari auf der Bühne, der von seiner bewegten Geschichte erzählte und die Zuschauer mit einem fesselnden Song in die kurze Pause verabschiedete. Die zweite Programmhälfte wurde mit einem erneuten Song von Di Mari eingeleitet. Mit Jan-Philipp Repp folgte einer der vielen weiteren Höhepunkte. Im Podcast zeichnet er sich verantwortlich für die Rubrik Wetterauer Wahrzeichen, eine Art Hörspiel über die verschiedensten Wahrzeichen der Wetterau. Mehr als zwei Stunden arbeitet er sonst an einem solchen Beitrag mit einer Länge von ca. 90 Sekunden, auf der Bühne nahm er die Rubrik erstmals vor Publikum auf und band dabei auch einen Zuschauer ein. Als letzter Gast des Abends betrat Bürgermeister Eike See die Bühne, der im Gespräch einiges aus seiner Arbeit als Bürgermeister preis gab. Auf die provokante Frage „Warum Politiker denn immer so hochgestochen reden“, reagierte See gelassen und ermahnte, nicht immer nur auf die einfachsten Antworten zu hören. Komplexe Themen lassen sich oft schwer in wenige Sätze verpacken. Als Überraschuung hatten Heller und Schulz ein kleines Lied für ihn mitgebracht, das auch das Publikum zum Mitsingen animierte. Zum Abschluss durften sich die Zuschauer auf eine weitere musikalische Überraschung freuen. Marcel Heller am Schlagzeug und Dennis Schulz an der Harmonika verabschiedeten sich mit einer hessischen Version von Andreas Gabaliers „Hulapalu“ (Ha hi hu). Dabei kamen mitten im Stück die Musiker der Wettertaler Blasmusik auf die Bühne. Nachdem selbst der letzte Besucher zum Mitsingen aufgestanden war, verließen die beiden mit leichter Verspätung unter tosendem Beifall die Bühne der Seearena.
Am Montag fand das erste aus einer Reihe von Konzerten auf der Vielfaltbühne statt. Während die Veranstaltungen am Wochenende von der Gemeinde mit Unterstützung der Traditionsbäckerei Hinnerbäcker, der OVAG Gruppe und der Sparkasse Oberhessen realisiert werden, ist unter der Woche der Verein Treffpunkt See der Veranstalter. Die Konzerte auf der Vielfaltbühne werden im Rahmen des Bündnisses für Demokratie BUNTerLEBEN im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ und des Landesprogramms „Hessen aktiv für mehr Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ gefördert. Dementsprechend wartet auch ein spannendes Demokratiequiz mit attraktiven Gewinnen und weitere spannende Aktionen und Informationen auf die Besucher. Auf der Bühne war die Band Bluestaxi zu hören. Rolf Ackermann (Bluesharp und Gesang), Reiner Haser (Keyboard und Gesang), Volker Kostorz (Leadgitarre), Peter Beyer (Bass und Gesang) und Klaus Belz (Schlagzeug und Gesang) boten erdige Grooves, fetzige Gitarrenriffs und einen Mehrstimmen Blues-Gesang. Neben Blues-Klassikern von Muddy Water über Eric Clapton bis JJ Cale durfte man sich auch auf Rock‘n‘Roll-Juwelen von Chuck Berry und Little Richard freuen. Auch viele jüngere Besucher zeigten sich von den alten Hasen begeistert.
Das komplette Programm zum Sommer am See steht auf der Webseite der Gemeinde zur Verfügung. Tickets für die Veranstaltungen unter der Woche muss man nicht erwerben. Vor Ort liegen Rückmeldebögen. Selbstverständlich wird bei allen Veranstaltungen auf die Einhaltung der Hygieneregeln geachtet.

 


 
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