Einblick in historische Kulturlandschaften

18.11.2017

Würden in Mitteleuropa keine Menschen leben, dann bestünde unsere Landschaft zu großen Teilen aus Wald. Unsere Landschaft wurde über Jahrhunderte vom Menschen geprägt. In einem Vortrag über die historische Kulturlandschaft in der Region FrankfurtRheinMain informierte Petra Kopp vom Regionalverband über die Spuren, die Menschen in der Vergangenheit in unserer Region hinterlassen haben. Die dazugehörige Ausstellung, die auch Bezug auf Wölfersheim nimmt, ist im Foyer der Wetterauhalle zu sehen.

 

Schatt- und Hutebäume, Grenzsteine, Ackerterrassen und historische Straßen sind Beispiele für kulturhistorische Landschaftselemente, die durch den Menschen geschaffen wurden. In ihrem Vortrag erläuterte Petra Kopp zunächst die Unterschiede zwischen Kultur-, Bau- und Bodendenkmälern und deren Abgrenzung zu den kulturhistorischen Landschaftselementen. Im Gegensatz zu Kultur- und Baudenkmälern stehen sie nicht unter Schutz, und oftmals wird arglos mit ihnen umgegangen. Als erster Verband seiner Art hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain diese Elemente in einem Kataster erfasst. Dafür wurden topographiesche Karten, aktuelle und historische Luftbilder ausgewertet, Heimatvereine und lokale Experten vor Ort befragt, in der Literatur recherchiert und es wurden unzählige Geländebegehungen mit Fotodokumentation durchgeführt. Von den 2.300 untersuchten Elementen wurden 1.080 in das Kataster aufgenommen und stehen Interessierten unter www.region-frankfurt.de zur Verfügung. Im zweiten Teil des Vortrages ging Kopp auf einige Beispiele aus Wölfersheim ein. Dabei ging sie beispielsweise auf den Heeggraben in Berstadt ein, der einst zur Entwässerung diente. Als eine Besonderheit in der Gemeinde stellte sie die Kelleranlagen in fast allen Ortsteilen heraus, die in ihrer Häufigkeit so selten zu finden sind. Auch Veränderungen durch Bodenschätze wie Sand oder Braunkohle fanden einen Platz in Kopps Vortrag. Alle Inhalte sind auch ausführlich auf den Informationstafeln dargestellt, die im Rahmen der dazugehörigen Ausstellung noch bis zum 23. November in der Wetterauhalle zu bestaunen sind. Zum Abschluss dankte Bürgermeister Rouven Kötter Frau Kopp für den extra für Wölfersheim angepassten Vortrag und überreichte ihr ein kleines Präsent der Gemeinde. "Es ist interessant zu sehen, wie der Mensch unsere Landschaft geprägt hat. Dabei gab es auch für mich viel Neues über unsere lokalen Besonderheiten zu erfahren. Ich hoffe, dass noch viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit nutzen und sich die Ausstellung anschauen." so Kötter.

 


 
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