Ein Bett im Kornfeld...

20.05.2010

... ist nicht nur ein bekanntes Lied, sondern auch in der Wölfersheimer Gemarkung immer mal wieder zu finden.  Der so genannte „Wilde Müll“ hat in den vergangenen Wochen überhand genommen.  Höhepunkt war unlängst eine Couchgarnitur, die von Melbach bis in das Naturschutzgebiet hinter dem Wölfersheimer See verteilt war.  Wilder Müll in der Landschaft ist also ein ebenso ärgerliches wie aktuelles Thema. Leider begegnen wir diesen üblen Hinterlassenschaften auf Schritt und Tritt: Am Waldrand, in der Feldflur, vor Gärten, am Straßenrand oder auf unbebauten Grundstücken. Es gibt ihn überall, in allen "Qualitäten".
Besonders heimgesucht wird unsere Landschaft durch Säcke mit Restmüll aus Haushalten, Sperrmüll und durch Grünabfälle. Die Mengen illegal abgelagerten Sonderabfalls wie Altöl, Leuchtstoffröhren oder Fernseher stellen eine besondere Gefahr für unsere Umwelt dar. Immer häufiger werden Grünabfälle wie z.B. Strauch- und Rasenschnitt in Waldgebieten abgekippt. Weit verbreitet ist die Meinung, daß dies keine Schäden verursache. Dies trifft allerdings nicht zu. Die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen sind nicht mehr in der Lage , die zusätzliche Biomasse in Humus umzusetzen, Schimmel- und Gärungsprozesse entstehen durch Verdichtung z.B. bei größeren Mengen von Rasenschnitt (Folge: Organismen sterben ab),   der natürliche Kreislauf wird unterbrochen. Die Bäume werden wurzelkrank und sterben später ab, und durch den zusätzlichen Nährstoffeintrag wird die natürliche Artenvielfalt eingeschränkt. Abgesehen von Gefahrstoffen kann selbst durch eine weggeworfene Flasche eine nicht zu unterschätzende Brennglaswirkung entstehen.  Besonders fragwürdig ist die nicht sachgemäße Entsorgung von Elektrogeräten, die bei den Recyclinghöfen des Wetteraukreises mittlerweile sogar kostenlos abgegeben werden können. 
Auch das Rote Kreuz leidet unter den Müllsündern. Wie die Bilder rechts zeigen, fanden sich in einem Södeler Altkleidercontainer unlängst nicht nur Kleiderbügel und Koffer, sondern auch Säcke mit Windeln, auf die die Gemeinde einen Entsorgungszuschuss gibt, und CD‘s, die in Geschäften oder anderen Sammelstellen kostenlos abgegeben werden können.
Es stellt sich die Frage, warum Bürger ihren Abfall so entsorgen? Leittragende ist die Allgemeinheit, die neben den Entsorgungskosten auch die Abholung durch den Bauhof finanzieren muss. Jährlich fallen so insgesamt etwa 30.000 € an Entsorgungs- und Personalkosten an.  Somit zahlt jeder Haushalt in Wölfersheim etwa 7,50 € für die Entsorgung des Mülls anderer.

 



 
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