Owend Live uff em Bauernhof

Über 600 Personen erlebten Kultur an ungewöhnlichem Ort

15.06.2011

Bernd Heinisch und Hermann Hofmann hatten die Idee, Kultur der vielfältigsten Art einmal ganz anders-nämlich „erdverbunden“ zu präsentieren. Dazu wurde die Maschinenhalle des Aussiedlerhofes der Familie Hofmann an der Römerstraße in einen „Kulturtempel“ umfunktioniert. Mit einem vielschichtigen Programmangebot und der entsprechenden Gastronomie wurde die Veranstaltung zu einem Publikumsmagneten. Mehr als 600 Gäste erlebten Kultur auf einem Bauernhof.
Nachdem der Organisator Bernd Heinisch die Gäste sehr persönlich begrüßt und darauf hingewiesen hatte, dass es sich heute nicht um eine Neuauflage von „Wölfersheim Live“ handele, dies gebe es wieder als „Unplugged“-Veranstaltung im Dezember im Melbacher Dorfgemeinschaftshaus, bat er Thomas Gerlach als ersten Akteur auf die Bühne. Der Schullleiter und langjährige Musiker und Sänger in verschiedenen Formationen hatte es sich nicht nehmen lassen, zwei bekannte Titel für den Abend auf dem Bauernhof umzutexten. Aus “Pianoman“ wurde „Sing mir ein Lied auf dem Bauernhof“ und aus „Snows of New York“ machte er mit „Sodila“ ein Stück Lokalgeschichte. Beide Songs trug er mit Gitarre und Mundharmonika vor und schuf damit gleich den Übergang zu einer historischen Begebenheit, die sich als „Blutbad von Södel“ um 1830 ereignet hatte. Der Musiker und Regisseur Karl-Ernst „Pucki“ Pulkert hatte das Stück bereits 2002 zur 1200 Jahrfeier von Södel theatralisch mit großem Erfolg auf die Open-Air-Bühne gebracht. Gemeinsam mit Gode Fritz und Rolf Eichenauer spielte Pulkert noch einmal eindringlich und eindrucksvoll die immer aktuelle Geschichte vom kleinen Mann, der zu allen Zeiten Opfer von Unterdrückung und Willkür war und der damals seinen Blutzoll auch in den Mauern von Södel entrichten musste. Der starke Beifall zeigte einmal mehr die Betroffenheit, die Lokalgeschichte vermitteln kann.
Für ein Intermezzo besonderer Art sorgte danach der junge Gitarrist Kai Knöpp, der mit zwei Instrumentalstücken begeisterte und sein Können wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Im Anschluss daran gehörte die Bühne für 30 Minuten dem schwergewichtigen Comedian Markus Karger, der in der Rolle der Kölner Kultschauspielerin und Sängerin Trude Herr das Publikum singend und erzählend begeisterte.
Danach folgte der Haupt-Akt des „erdgebundenen“ Programms. Der Dichter, Sänger, Gitarrist und Multiinstrumentalist Martin Schnur aus Bauernheim hatte sein neues Programm ganz auf die Wetterau eingestellt. Gemeinsam mit den „Original Wammertaler Musikanten“, die aus Gernot am Schlagwerk und der Perkussion, Gerald am Akkordeon und Udo am Bass bestanden, sorgte Martin Schnur für immer neue musikalische Überraschungen. Zauberte er doch aus einer Vielzahl von – teilweise selbstgebauten-Instrumenten die tollsten Klänge. Das Spektrum reichte von der Gitarren-Mandoline bis zum Kantholz. Seine Titel sind in der Wetterau teilweise bereits „Hits“ und bestimmte „Fans“ kommen zu jeder Veranstaltung in der Nähe um „Ruut Werrera“, „Elvis“ oder Schiegebiet“ zu hören.
Nach dem Auftritt von Martin Schnur betrat mit KANABE eine ganz taufrische Formation die Bühne. Der ungewöhnliche Name stellt die Kürzel der Vornamen der Akteure Katrin Zerb, Nadine Schutt und Bernd Heinisch dar. Gemeinsam mit dem Leiter der Wölfersheimer Musikanten Ralf Kraus, der sich zeitweise stimmgewaltig einbrachte, unternahm man – selbstverständlich live und unplugged- mit Gitarre und Stimmen eine musikalische Zeitreise durch Oldies und Evergreens, die den Saal bestens zum Mitsingen animierte!
Man konnte ein übereinstimmendes Fazit ziehen: Die Premiere auf dem Bauernhof war mehr als gelungen. Das mehrstündige Programm bot eine bunte Mischung für jeden Besucher. Ein besonderer Dank geht an alle Akteure sowie an Bernd Heinisch und das Team um Hermann Hofmann und seine Familie.
Darüber, dass eine vergleichbare Veranstaltung wieder stattfinden sollte, waren sich Publikum und Akteure einig.





 
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