Energiemuseum sucht Unterstützer

23.08.2019

Viele von uns können sich nicht mehr erinnern, dass in Wölfersheim mal Tiefbaubetriebe standen, riesige Bagger sich durch die Wetterau gruben und ein großes Kohlekraftwerk Strom produzierte. Um nicht tatenlos zuzusehen, wie eine Tradition, die vielen Generationen Arbeit und Broterwerb gewährleistet hat, in Vergessenheit gerät, wurde 1991 der „Verein zur Pflege der Bergbau- und Kraftwerks-tradition“ gegründet, der bis 2017 ein Museum gegründet, gestaltet und betrieben hat. Leider musste in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Jahr 2017 die Auflösung des Vereins beschlossen werden, da sich aus Altersgründen kein Vorstand mehr gefunden hat. Seither ist die Gemeinde Wölfersheim der Träger des Energiemuseums. Den Betrieb und die stetige Weiterentwicklung kann die Gemeindeverwaltung allerdings nicht alleine bewerkstelligen und ist auf Unterstützung ehemaliger Vereinsmitglieder angewiesen. „Ich bin den ehemaligen Vereinsmitgliedern für ihr Engagement beim Aufbau und Erhalt des Museums während der Vereinsgeschichte sehr dankbar. Ein ganz besondere Dank geht an die fünf ehemaligen Mitglieder, Helmut Rieß, Hugo Rieß, Hans Dudek, Gerhard Künstler und Dieter Heerz, die den Betrieb und die stetige Weiterentwicklung des Museums auch nach der Vereinsauflösung aufrechterhalten. Ohne diese Einsatzbereitschaft wäre das Museum längst geschlossen.“ sagt Bürgermeister Eike See.

 

Das Museum zeigt aber nicht nur die Förderung und Verarbeitung von Braunkohle, sondern setzt sich auch mit moderner Energieerzeugung auseinander. Das Wölfersheimer Energiemuseum schlägt somit eine Brücke zwischen der historischen Energiegewinnung mittels der Braunkohle und den erneuerbaren Energien. Überzeugen Sie sich selbst von der informativen und umfangreichen Ausstellung. Herzstück der Ausstellung ist der originalgetreue Nachbau eines Stollenabschnittes aus originalem Grubenholz aus dem Revier. Der begehbare Nachbau lässt nur noch erahnen, wie die Arbeitsbedingungen unter Tage waren: Dunkel, heiß und dreckig. Und den Bergbauanekdoten und Erzählungen der Zeitzeugen verleiht er ein Gefühl für das Arbeiten unter Tage.
Aber auch die aktiven Zeitzeugen werden nicht jünger, und kurz bis mittelfristig werden die Ehrenamtlichen dieser Tätigkeit nicht mehr nachkommen können. „Der Erhalt der Wölfersheimer Bergbaugeschichte ist mir sehr wichtig, deshalb sind wir auf der Suche nach weiteren Ehrenamtlichen, die sich für das Energiemuseum und für die Gemeinde engagieren möchten“, so See. Mittwochsvormittags wird sich in der Regel getroffen und kleine Reparaturen durchgeführt oder die Ausstellung erweitert. Erst kürzlich wurde der Gemeinde eine Sammlung von Kristallen und Edelsteinen gespendet. Jedes Stück wurde feinsäuberlich beschriftet und kann ab sofort bewundert werden. Zu den Besuchszeiten an jedem 1. und 3. Sonntag sind ein bis zwei Ehrenamtliche vor Ort und führen die Besucher durch das Museum.
Interessierte, auch ohne jegliche Vorkenntnisse und Verpflichtungen, die sich für den Erhalt des Energiemuseums einsetzen möchten, können sich gerne bei der Gemeindeverwaltung (Markus Michel 06036/973762) melden.

 
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