Seit 25 Jahren als ehrenamtliche Schiedsfrau aktiv

12.05.2019

In ihrem Ehrenamt braucht Carmen Körschner viel Fingerspitzengefühl. Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen können sehr schnell eintreten. Den unmittelbar Beteiligten fällt es dann manchmal schwer, ihre Streitigkeiten untereinander beizulegen. Als Schiedsfrau ist Körschner hierbei oft erste Anlaufstelle. Vor wenigen Tagen konnte sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum in diesem Ehrenamt feiern.

 

Schiedsämter gibt es in jeder hessischen Gemeinde. Schiedsfrauen und Schiedsmänner nehmen dort die Aufgabe der außergerichtlichen Streitschlichtung wahr. Gelingt es eine Einigung zu erzielen, dann bleibt den Beteiligten ein langwieriges Verfahren mit umfangreichen Schriftsätzen, das erbittert und kostspielig durch alle Instanzen gestritten wird, erspart. Im gleichen Zug werden Gerichte entlastet, die sich nicht mit Fällen beschäftigen müssen, die mit etwas gutem Willen und gesundem Menschenverstand gelöst werden könnten. In vielen Fällen ist der Gang zum Schiedsamt daher verpflichtend. Das Verfahren beim Schiedsamt ist einfach und wird durch einen Antrag eingeleitet. Zuständig ist in der Regel das Schiedsamt, in dessen Bezirk die Gegenpartei wohnt. Das Schiedsamt setzt dann einen Termin fest, zu dem beide Parteien erscheinen müssen. Die Schlichtungsverhandlung ist mündlich und nicht öffentlich. Beide Parteien haben  die Gelegenheit, sich auszusprechen. "In der Praxis hat es sich bewährt, zunächst getrennt mit den Menschen zu reden und sich auch einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen. Dadurch kennt man sich bereits und Gespräche laufen wesentlich ruhiger und sachlicher ab." berichtet Körschner aus ihrer Praxis.  Sind die beteiligten Parteien sich einig, wird ein Vergleich aufgesetzt, den beide Parteien unterschreiben. "Sicher kann ich es nicht jedem Recht machen, und auch nicht immer kann ein guter Vergleich herbeigeführt werden. Da braucht man als Schiedsfrau ein dickes Fell. In den meisten Fällen gelingt die Einigung allerdings. Oftmals genügt es schon mit beiden Seiten getrennt voneinander zu reden und das Verfahren kann eingestellt werden." erläutert Körschner.
Anlässlich ihres Dienstjubiläums traf sie sich mit dem Direktor des Amtsgerichts Friedberg, Dr. Klaus Krämer, um die Urkunde zum Dienstjubiläum entgegenzunehmen. Wieder im Wölfersheimer Rathaus angekommen wartete schon Bürgermeister Eike See, der sie mit Blumen beglückwünschte und ihr für den herausragenden Einsatz dankte. "Die ehrenamtliche Arbeit als Schiedsfrau ist sicher nicht einfach und man macht sich nicht nur Freunde. Das Engagement ist aber im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger wichtig. Ich danke Carmen Körschner für ihre langjährige Arbeit." lobt Bürgermeister Eike See.

 


 



 
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