Gemeinde reagiert auf hohe Nachfrage

30.03.2019

Wölfersheim ist als Wohnort äußerst beliebt. Im Jahr 2012 wurde das Södeler Baugebiet Füllgesgärten zuletzt erweitert. 80 Familien konnte innerhalb kürzester Zeit der Wunsch nach Raum für die eigenen vier Wände erfüllt werden. Doch die Nachfrage nach Wohnraum im gesamten RheinMainGebiet steigt weiter. Inzwischen liegen der Gemeinde mehr als 235 Bewerbungen vor, wovon etwa die Hälfte aus Wölfersheim kommt. Möglichst noch in diesem Jahr will die Gemeinde daher weitere Wohnbaugrundstücke zwischen Melbach und Södel schaffen.

 

Die Vorbereitungen zur Erweiterung des Baugebietes Füllgesgärten laufen bereits seit einiger Zeit. Angrenzend an die Landstraße soll ein weiterer, vierter Bauabschnitt entstehen. Insgesamt sollen damit rund 40 weitere Baugrundstücke und rund 8.000 Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser entstehen. Bis man sich auf die Grundstücke konkret bewerben kann, ist allerdings noch etwas Arbeit notwendig. Am Montag, 1. April, beginnt die Offenlage des Bebauungsplanes, die bis zum 6. Mai laufen wird. Die Erweiterung des Baugebietes wird nicht nur über die angrenzende Straße, sondern auch über die Kreisstraße K172 erschlossen. Entlang der Kreisstraße soll zusätzlich ein Radweg in Richtung Melbach entstehen. "Mit der Ausweisung des 4. Bauabschnittes erschlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Es wird eine zweite Zuwegung geschaffen, die den Verkehr an der Zufahrt am Kreisel reduziert, wir schaffen eine direktere Radwegeverbindung zwischen Melbach und Södel, und wir kommen dem steigenden Bedarf nach Wohnraum nach." zeigt sich Bürgermeister Eike See erfreut. Nach der ersten Offenlage des Bebauungsplanes wird sich die Gemeindevertretung mit der Abwägung der Anregungen beschäftigen und es wird eine zweite Offenlage erfolgen. Nach dem Abschluss der entsprechenden Planungen müssen die notwendigen Bauarbeiten für Straßen, Kanalnetz, Wasserversorgung usw. ausgeschrieben und durchgeführt werden.
Die Verwaltung bereitet derzeit eine Beschlussvorlage für die Gemeindegremien vor, durch die der Preis der Grundstücke nach mehr als 20 Jahren erstmals etwas steigen soll. Trotz dieser Steigerung geht man im Rathaus wieder davon aus, viele Interessenten für die Grundstücke zu finden. Bei den 235 Bewerbungen handelt es sich um pauschale Bewerbungen um einen Wohnbauplatz. Die meisten der Bewerbungen stammen aus Wölfersheim. Gefolgt von den umliegenden Gemeinden wie Echzell, Reichelsheim, Friedberg oder Bad Nauheim. Aber auch aus Frankfurt, Bad Homburg und Karlsruhe liegen Bewerbungen vor. Für die Vergabe des Bauplatzes werden alle Bewerber gebeten, sich mit einem einheitlichen Formular zu bewerben, das die verschiedenen Kriterien abruft. Die Vergabe erfolgt dann anhand einer Punktzahl. Über den Start der Vermarktung wird die Gemeinde gesondert informieren. Aktuell geht man davon aus, im vierten Quartal 2019 die Grundstücke veräußern zu können. Vorab sind keine Bewerbungen auf Grundstücke notwendig. Bisherige Bewerber werden von der Verwaltung nochmals angeschrieben. Für Interessenten ist es realistisch im vierten Quartal 2020 mit dem Bau beginnen zu können.
Wie Bürgermeister See mitteilt, ist man es bei der Entwicklung von Neubaugebieten bewusst etwas langsamer angegangen. "Neben dem Baugebiet selbst muss man auch immer die Infrastruktur der Gemeinde im Blick haben. Besonders im Bereich der Kindergärten steigt der Bedarf meist deutlich. Daher erfolgte auch in der Vergangenheit eine Entwicklung nur in einem verträglichen Maß." berichtet See. Zugleich wollte man damit aber auch zu einer stärkeren innerörtlichen Entwicklung beitragen, die aber den akuten Bedarf nach Wohnraum nicht vollständig decken könne. "Der Siedlungsdruck im gesamten RheinMainGebiet steigt. In den nächsten Jahren werden tausende Wohnungen fehlen, und Wohnraum wird immer teurer. Es liegt daher in unserer Verantwortung, zu handeln und entsprechende Grundstücke bereitzuhalten, vor allem auch für Bürger vor Ort. Wohnen darf kein Luxusgut sein. Mir persönlich ist es wichtig, dass wir die Grundstücke zu einem fairen aber auch angemessenen Preis veräußern können, um damit möglichst vielen Menschen den Wunsch eines Eigenheimes erfüllen zu können." so See.  
Ein Anteil der Fläche soll für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Auch der Bau von Reihen- und Mehrfamilienhäusern soll bevorzugt erfolgen. Bis zur nächsten Ausweisung eines Baugebietes wird noch etwas Zeit vergehen. Die Gemeinde prüft derzeit Möglichkeiten, auch in den einzelnen Ortsteilen wieder Bauplätze anbieten zu können.

 


 
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