Ein eindrucksvoller Blick hinter die Kulissen

23.02.2019

Unmittelbar an der Autobahnabfahrt der A45 in Berstadt wird ein REWE-Logistikzentrum entstehen. Doch wie funktioniert ein solches Logistikzentrum? Dieser Frage ging vergangene Woche  eine Gruppe mit 35 Wölfersheimer Bürgerinnen und Bürgern nach, die sich für eine Besichtigung des REWE-Lagers in Neu-Isenburg angemeldet hatten.

 

Gegen 13.00 Uhr startete die Gruppe mit einem Bus am Wölfersheimer Rathaus. In Neu-Isenburg angekommen wurde das Lager zunächst in einer kurzen Präsentation vorgestellt. Das REWE Logistikzentrum in Neu-Isenburg wurde 2014 in Betrieb genommen und ist mit modernster teilautomatisierter Technik ausgestattet. Es befindet sich auf einem rund 234.000 Quadratmeter großem Grundstück und hat eine Grundfläche von 67.280 Quadratmetern. Der Bau hat verschiedene Lagerbereiche, an ihnen orientiert sich die jeweilige Gebäudehöhe. Mehr als 700 Menschen arbeiten insgesamt in dem Logistikzentrum, darunter neben den Mitarbeitern, die sich um die Warendistribution kümmern, auch viele technisch hochqualifizierte Beschäftigte, die dafür sorgen, dass die Technik störungsfrei funktioniert. Wie sich die teilautomatisierten und weitgehend ergonomisierten Arbeitsabläufe im Einzelnen gestalten, erfuhren die Wölfersheimer Besucher bei einem Rundgang durch das Lager. So konnten sie beispielweise zusehen, wie eine angelieferte Warenpalette von einem Mitarbeiter in die Förderanlage gebracht wird, wie die Ware automatisch depalettiert und eingelagert und später wieder von den Mitarbeitern kommissioniert wird. Die Besucher erfuhren auch, dass trotz Automatisierung nicht auf einen großen Stamm von Mitarbeitern verzichtet werden kann, wie die Kritiker der Berstädter Neubau-Pläne befürchten.
Vor, während und nach der Lagerbesichtigung stellten die Gäste viele interessierte Fragen. "Es freut mich, dass sich einige interessierte Bürgerinnen und Bürger für diese Besichtigung angemeldet haben. Zugleich finde ich es aber auch schade, dass nicht noch mehr Menschen diese Chance genutzt haben. Bei der Besichtigung des Lagers wird einem sehr schnell klar, welche Chance dieses Projekt für unsere Gemeinde bietet."zeigt sich Bürgermeister Eike See überzeugt, der ebenfalls an der Führung teilnahm. "Auch im persönlichen Gespräch wollten sich viele Bürgerinnen und Bürger zum aktuellen Sachstand und Hintergründen informieren." berichtet See. Häufig wurde nach den rechtlichen Auseinandersetzungen gefragt. Durch die kontinuierliche Abstimmung mit übergeordneten Behörden, Rechtsanwälten und anderen Fachleuten sei die Gemeinde jedoch auf der sicheren Seite. Erst vor wenigen Wochen wurde die Klage des BUND vom Verwaltungsgericht Gießen abgewiesen. "Auch in allen anderen Bereichen handeln wir verantwortungsvoll und nach geltendem Recht." unterstreicht See.
Mit vielen neuen und positiven Eindrücken kamen die Teilnehmer gegen 18.00 Uhr wieder am Wölfersheimer Rathaus an. Organisiert wurde die Fahrt nach Neu-Isenburg von der REWE Region Mitte, die Anfahrt erfolgte mit dem Bus von Wölfersheim aus. Auch weiterhin gibt es die Möglichkeit, das REWE Lager in Neu-Isenburg zu besichtigen. Interessierte können sich auf der Internetseite www.rewe-woelfersheim.de dafür registrieren.

 


 



 
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