See: „Gute Nachrichten: Keine Windvorrangflächen mehr in Wohnbach!“ Flächenreduzierung auch im Bereich Melbach

08.11.2018

Bürgermeister Eike See war sehr erfreut, als er erfuhr, dass ihn bald
Post aus Frankfurt erwartet. In seiner Eigenschaft als Wölfersheimer
Vertreter in der Verbandskammer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain
erhält den neuen Entwurf des so genannten Teilplan Erneuerbare Energien
des Regionalen Flächennutzungsplanes. Klingt komplizierter als es ist:
Dieser Plan soll regeln, wo in Südhessen Windkraft möglich sein soll und
wo nicht. Seit mehr als zehn Jahren wird an diesem komplexen Plan
gearbeitet.

 

„Beim letzten Entwurf aus 2014 war Wölfersheim noch
geradezu umzingelt von möglichen Windkraftstandorten. Es sah fast so
aus, als sollte unsere Gemeinde gemeinsam mit den Nachbarorten alleine
für ausreichend Windvorranggebiete sorgen.“ erinnert sich Eike See.
„Wölfersheim hat aber schon mit dem größten Solarpark der Region und der
Biogasanlage in Berstadt einen deutlichen Beitrag zur Energiewende
geleistet. Deshalb waren wir schon enttäuscht, dass andere Bereiche
weitgehend unberührt bleiben sollte und wir hier in der mittleren
Wetterau dafür stark von Windkraftstandorten betroffen sein sollten.“ Es
gab daher intensive Diskussionen in der Öffentlichkeit, eine
Infoveranstaltung in der Wetterauhalle und viele Beratungen und
Gespräche. „Viele Bürger haben ihren Unmut über diese Planungen auch in
Stellungnahmen zu dem Entwurf zum Ausdruck gebracht. Auch die Gemeinde
Wölfersheim hat damals klar Stellung bezogen und eine deutliche
Reduzierung gefordert.“ so See.

Nun liegt der neue Entwurf vor
und soll in Kürze in der Verbandskammer des Regionalverbandes
beschlossen werden. Wichtigste Änderungen aus Wölfersheimer Sicht: Die
Flächen rund um Wohnbach sind komplett aus dem Plan draußen, die Flächen
im Bereich Melbach wurden deutlich reduziert und liegen außerdem nun
komplett unter einem Vorbehalt (eine Art Vetorecht) der Deutschen
Flugsicherung. Es ist also fraglich, ob überhaupt Standorte für
Windkraft in der Gemeinde übrig bleiben.

„Der Regionalverband hat
die Wohnbacher Flächen aus zwei Gründen rausgeworfen: Es wurden zwei
Horststandorte von Rotmilanen nachgewiesen und der Empfehlung des
Denkmalschutzes bezüglich der Münzenburg wurde gefolgt. Ich glaube, hier
hat der Regionalverband mit Thomas Horn und Rouven Kötter an der Spitze
eine kluge Abwägung im Sinne der Wohnbacherinnen und Wohnbacher
getroffen.“ erläutert Bürgermeister See.
Nicht ganz zufrieden ist er
mit den Flächen in Melbach: „Auch in Melbach gab es eine deutliche
Reduzierung der Flächen. Das ist gut. Aber es sind immer noch
Windvorrangflächen vorhanden. Die entsprechenden Grundstücke in diesem
Bereich gehören ausschließlich Privatpersonen, nicht der Gemeinde. Das
ist aus meiner Sicht ein großes Problem: Wenn Gewinne an Einzelne gehen
und die Allgemeinheit die Belastungen trägt, ist es schwierig mit der
Akzeptanz. Gehen die Gewinne jedoch ebenfalls an die Allgemeinheit und
können dazu beitragen, Steuersätze niedrig zu halten, gibt es sicher
mehr Akzeptanz für solche Projekte. Ich werde mich auch weiterhin dafür
einsetzen, dass Windkraftstandorte, an denen Einzelne profitieren und
die Allgemeinheit zahlt, verhindert werden.“


 
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