Bürgermeister im Dialog mit Bürgerinitiative

17.09.2018

Zu einem interessanten Treffen kam es am heutigen Sonntag in Echzell. Die Bürgerinitiative „Bürger für Boden“, die das geplante Logistikzentrum beklagt, hatte den Wölfersheimer Bürgermeister Eike See auf den Echzeller Römerhof eingeladen. In direkter Gegenlage zu dem Römerhof wird das Projekt der REWE Group in naher Zukunft entstehen und 500 Arbeitsplätze und 20 Ausbildungsplätze vor Ort ermöglichen. „Das Projekt ist für unsere Gemeinde eine große Chance. Das sehe ich nach gründlicher Abwägung ebenso, wie die parteiübergreifenden Mehrheiten in Wölfersheim, im Kreis und auf regionaler Ebene. Die Argumente sind gut und fundiert, daher bin ich gern nach Echzell gekommen, um mich den Fragen der Kritiker zu stellen. Wir haben nichts zu verbergen.“ so Eike See, der mit dem eBike zum Termin nach Echzell geradelt kam.

 

See sollte den anwesenden Gästen, im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die in vier Themenblöcke aufgeteilt war,  erläutern, worin er die Vorteile der REWE-Ansiedlung sieht. See ging daraufhin intensiv auf die zahlreichen positiven Effekte der Ansiedlung ein. „Es wurde kürzlich im Gemeindeparlament kritisiert, dass wir noch keine Finanzkalkulation veröffentlichen können. Es wäre aber zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg unseriös, konkrete Zahlen zu nennen, obwohl wesentliche Kostenfaktoren wie beispielsweise Erschließung und Lärmschutz noch nicht final festgelegt sind. Es ist aber wohl klar, dass wir das Projekt nicht befürworten würden, wenn die Gemeinde Geld dazu legen müsste.“ so See. Neben dem kalkulierten Gewinn aus dem Grundstücksverkauf erwähnte See auch die „deutlich spürbaren“ jährlichen Steuereinnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuer, die in die Infrastruktur der Gemeinde, wie Kindergärten, Friedhöfe und Mehrzweckhallen investiert werden können und somit den Geldbeutel der Wölfersheimer Bürger entlasten werden. „Das Finanzielle war für uns aber nie entscheidend. Es geht um Arbeitsplätze für die Menschen in unserer Region und um Ausbildungsplätze und somit Lebensperspektiven für die jungen Menschen, die heute unsere Schulen besuchen.“ stellt Bürgermeister See klar. „Im REWE-Lager werden bald mehr als 500 Arbeitnehmer und 20 Auszubildende Arbeit finden, die ansonsten weite Wegstrecken hätten auf sich nehmen müssen. Dies entfällt nun, da das neue Lager in Wölfersheim direkt in der Mitte zwischen den momentanen Standorten Hungen und Rosbach liegt“, so See. Hier werden laut See in Zukunft auch vermehrt Menschen aus Wölfersheim und Echzell arbeiten, da der Altersdurchschnitt der REWE Mitarbeiter relativ hoch sei.
Die Entscheidung, ob sich REWE in Wölfersheim ansiedeln solle, wurde sowohl im Gemeindevorstand als auch in der Gemeindevertretung lange und intensiv beraten. Vielmehr sei das Projekt in unzähligen Sitzungen ausführlich diskutiert worden und letztlich habe sich in allen Parlamenten, in denen es auf der Tagesordnung stand, eine parteiübergreifende Mehrheit gefunden, die sich für das Logistikzentrum an dieser Stelle ausgesprochen hat. Darüber hinaus können auch Bürger im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlagen Stellung zum Flächennutzungsplatz und zum Bebauungsplan nehmen. Zum Ende des Jahres soll im Rahmen einer solchen Offenlage auch eine Informationsveranstaltung durchgeführt werden. „Eine Entscheidung mit einer solchen Tragweite darf kein Schnellschuss sein. Nach Abwägung aller Aspekte, war aber fast allen Beteiligten klar, dass die Vorteile der Ansiedlung des zweitgrößten Arbeitgebers in Hessen, den Nachteil des Flächenverbrauches überwiegen.“ so See.

Im Anschluss an jedem Themenblock wurden verschiedene Fragen aus den Reihen der Gäste an See gestellt. Auf die Frage des zunehmenden Verkehrsaufkommens angesprochen, konnte See die Anwesenden beruhigen. Durch den momentan schon vorhandenen und in Zukunft wegfallenden Pendelverkehr zwischen Rosbach und Hungen wird es zu keinem Mehraufkommen an Verkehr kommen. Zudem sollen die Straßenkreuzung zwischen Bundes- und Kreisstraße, so wie die Zu- und Abfahrten zur Autobahn ausgebaut werden. Eindeutig beantwortete See auch die Frage nach der Größe des Gebäudes: „Das Gebäude wird sehr groß und gut sichtbar, da braucht man nicht drum herum reden“. Die Fragen nach der Beleuchtung des Geländes, des Wasserverbrauches und der Einleitung des Regenwassers in den nahelegen Waschbach wurden ebenfalls ausführlich diskutiert und beantwortet. Schnell wurde deutlich, dass viele in der Vergangenheit öffentlich vorgebrachte Argumente der Projekt-Gegner von Bürgermeister See fachkundig entkräftet werden konnten. See bedankte sich ausdrücklich für die Einladung und bot den interessierten Zuschauern an, dass Sie sich bei Fragen rund um die Ansiedlung direkt an ihn wenden könnten.

 

 


 
Suche
Gemeinde Wölfersheim
Hauptstraße 60
61200 Wölfersheim
Telefon: +49 6036 9737 -0
Telefax: +49 6036 9737 -37 

Öffnungszeiten

Impressum

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Göbel

+49 6036 9737 -16

sebastian.goebel@woelfersheim.de