Freies im Gesang begeistert erneut

01.09.2018

Unter den meisten Veranstaltungstiteln kann man sich etwas konkretes vorstellen. Redet man vom Wölfersheimer Kinosommer, dann ist klar, dass es sich um das Wölfersheimer Open Air Kino handelt. Doch was verbirgt sich hinter "Freies im Gesang"? Die Antwort darauf fällt nicht leicht, doch wer sich einmal von der Musik die Liedermacher und Songwriter hat verzaubern lassen, wird schnell zum Stammgast der kleinen Veranstaltung im Wölfersheimer Ortskern und weiß, wie vielfältig das "kleine" Genre sein kann. Am vergangenen Wochenende stellten dies wieder Musiker aus der Region und darüber hinaus unter Beweis.

 

Wenn rund um den Weißen Turm die Zeilen "Gut wieder hier zu sein, gut euch zu sehen" zu hören sind, dann darf man sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen. Traditionell wurde der Wölfersheimer Liedermacherabend in der Marktscheune von Thomas Gerlach und dem Kulturbeauftragten Sebastian Göbel mit den Worten Hannes Waders eröffent. Gemeinsam begrüßten sie die Gäste und gingen in aller Kürze auf die Hintergründe zur Veranstaltung ein. In seinem kurzen Grußwort dankte Göbel allen Unterstützern der Veranstaltung, darunter dem Eltern-Kind-Verein, der die Bewirtung übernommen hatte, der Sparkasse-Oberhessen, der OVAG-Gruppe und der Traditionsbäckerei Hinnerbäcker als Sponsoren und natürlich den Musikern für ihre Unterstützung. Er übergab das Mikrofon an Gerlach, der den Abend als alter Hase einleitete. Seine Songs kann man eher den klassischen Liedermachern zuordnen. Viele davon hat er aus einem bestimmten Anlass geschrieben. So zum Beispiel den Titel "Oktoberkind" anlässlich der Geburt seines Enkels. Nach Gerlachs Auftritt übernahm Moderator Andreas Arnold, der zum dritten Mal durch das Programm führte und die extrem kurzen Umbaupausen nutzte um die folgenden Künstler anzusagen.
Die zweite Künstlerin war Jana Gebauer aus Gambach. Am Tag zuvor hatte sie sich noch für den Abend beworben und wurde kurzerhand direkt eingeladen. Eine gute Entscheidung, mit ihrer Stimme begeisterte Sie die zahlreichen Zuschauer. Eine etwas weitere Anreise hatte Joe Wilkinson. Der Englänger reiste extra für die Veranstaltung aus Berlin an. Schon nach den ersten Takten mit Gitarre und Gesang war den Zuhörern die Begeisterung anzusehen. Als Wilkinson dann noch beginnt mit einer Loopstation verschiedene Gitarren und Gesangsspuren zu überlagern, kamen viele aus dem Staunen nicht mehr heraus. So entstanden komplexe harmonische und rhythmische Strukturen, die einen zum mitwippen bewegten.
Einen etwas kürzeren Weg hatte Lion Bardot aus Mannheim hinter sich. Mit seiner rauchigen Stimme und gedämpfter E-Gitarre  fesselte er die Zuschauer. Blues, Folk und Pop vereinten sich in seinen Song zu einem einzigartigen Gesamtbild. Nicht zu verachten sind auch seine  authentischen Moderationen mit leichtem Mannheimer Slang. Das würdigten auch die Zuschauer, die gerne an verschiedenen Stellen mitsangen.
Nach einer kurzen Pause betrat ein bekanntes Gesicht die Bühne. Schon im vergangenen Jahr war Sven Garrecht aus Seligenstadt zu Gast bei Freies im Gesang.  Hatte er im vergangenen Jahr seine Band mit dabei, stellte er diesmal unter Beweis, dass er auch als Solist überzeugen kann. Die anspruchsvollen Texte wurden von mehr als einfachen Harmonien untermalt. Raffinierte Arrangements sorgten unter den Zuhörern für Anerkennung. Seine charmanten und humorvollen Moderationen rundeten seinen Auftritt ab. Wenn Sven Garrecht vom würdevollen Verlust des Haupthaares singt und das gesamte Publikum den Po einer Politesse nicht mehr vergisst, wird klar, dass es sich bei Garrecht nicht nur um einen musikalischen Könner handelt.
Ein ebenfalls bekanntes Gesicht betrat in diesem Jahr erstmals mit Band die Bühne. Stevie Maine aus Gießen präsentierte einige neue Titel, die dank der musikalischen Unterstützung teilweise noch besser zur Geltung kamen. Mit einem Melbacher begann das Programm und mit einem Melbacher endete es. Ibo Knöpp präsentierte Teile seines Albums "Sunny Road". Als "ein Feuerwerk aus virtuosem Gitarrenspiel, facettenreichem Gesang und lebendiger Bühnenperformance!" beschreibt er seine Musik und nicht weniger wurde geboten. Mit Schlagzeug und Bass im Hintergrund lieferte die perfekte eingespielte Band handgemachte rockige Songs.
Zum Abschluss des Abends betraten nochmals alle Künstler die Bühne. Göbel dankte auch den Zuschauern, die der Kälte getrotzt haben. "Das ist der beste Beweis, wie fesselnd gute Musik sein kann. Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr." Wer selbst einen Eindruck von Freies im Gesang bekommen möchte, der sollte den Youtubekanal und die Facebookseite zur Veranstaltung beobachten. Dort sind Mitschnitte aus den vergangenen Jahren zu finden. Die Aufnahmen aus diesem Jahr werden in den nächsten Wochen folgen.

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 
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