Freilichtmuseum am Wölfersheimer See?

02.11.2010

Die Entwicklung des Wölfersheimer Sees ist ein sehr spannendes und interessantes Thema für die Menschen in der Gemeinde. Eingebettet in die Wetterauer Seenplatte soll sich das Wölfersheimer Gewässer in den nächsten Jahren zu einer Naherholungsperle inmitten der Wetterau entwickeln. Bürgermeister Rouven Kötter hat hierfür bereits ein Gesamtkonzept angekündigt, in welchem die verschiedenen Interessenslagen und Ideen zu einer Entwicklungsstrategie zusammengefasst werden sollen. Einer der Hauptpunkte darin ist die Fertigstellung des Rundweges um den See, die mit rund 250.000 Euro im kommenden Haushaltsplan stehen wird. Zahlreiche weitere kreative Ideen aus der Bevölkerung werden ebenfalls in die Überlegungen und anschließenden Diskussionen einfließen. Ein absoluter Höhepunkt am Wölfersheimer See könnte die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Niederadelsburg mit Freilichtmuseumscharakter werden, die sich als „lebendiges“ Museum versteht.

 


Skizze der geplanten Burg am Wölfersheimer See


„Die Entwicklung des Wölfersheimer Sees ist eine historische Aufgabe, die für uns eine große Chance darstellt. Der See und die umliegenden Grundstücke bieten ein umfangreiches Gelände für unterschiedliche Nutzungen, die sich nicht gegenseitig stören oder widersprechen müssen. Das Gebiet soll vor allem der Naherholung für die Menschen unserer Gemeinde dienen. Das ist das übergeordnete Ziel.“ so der Wölfersheimer Bürgermeister Rouven Kötter zu seinen Vorstellungen. „Gemeinsam mit der Freien Ritterschaft Friedberg könnte dieses Naherholungsgebiet ein attraktives und einzigartiges Highlight erhalten.“ Die Freie Ritterschaft Friedberg e.V. möchte im Bereich des Sees eine mittelalterliche Turmhügelburg als Freilichtmuseum errichten. In Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat soll somit die epochale Lücke zwischen der Saalburg und dem Hessenpark geschlossen werden. Ziel des Projekts ist die Errichtung einer gemeinnützig betriebenen Turmhügelburg in historischer Bauweise mit dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden sowie einer kleinen Dorfanlage. Kulturelle, archäologische und pädagogische Zwecke sollen dabei absolut im Vordergrund stehen und mit der Möglichkeit zur Naherholung kombiniert werden. Als Vorbild für die Rekonstruktion dient die Befundlage aus der archäologischen Grabung von Schloss Romrod. „Bereits während der Bauphase wird sich ein Besuch lohnen, denn wo sonst kann man hautnah erleben, wie im Mittelalter Handwerker ihre Arbeit verrichteten“ wirbt der Vorsitzende der Freien Ritterschaft Mark Marthen für die Idee. „Wir wollen dieses Projekt gemeinsam mit den Menschen in Wölfersheim umsetzen und mit Leben füllen. Wir sind ein eingetragener Verein mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund. Wir wollen die faszinierende Zeit des Mittelalters am Wölfersheimer See pädagogisch interessant erlebbar machen.“ Eine geeignete Fläche für das Vorhaben ist nördlich des Sees, angrenzend an den Kletterpark, vorhanden.

„Das Konzept der Freien Ritterschaft Friedberg hat mich sehr beeindruckt. Es handelt sich hierbei um keine spontane Idee, sondern um eine jahrelang mit zahlreichen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft erarbeiteten seriösen Planung. Das Ergebnis wäre kein Abenteuerspielplatz für Männer und Frauen, die sich gerne mittelalterlich kleiden, sondern ein absolutes Aushängeschild für unsere Gemeinde. Das Freilichtmuseum Turmhügelburg Wölfersheim ist eine große Chance für uns, die das übergeordnete Ziel der Naherholung nicht gefährdet, sondern ergänzt und unterstützt.“ ist sich Bürgermeister Kötter sicher.

Das mittelalterliche Projekt soll in das Gesamtkonzept zur Entwicklung des Wölfersheimer Sees eingebaut und in den Gemeindegremien diskutiert werden. Selbstverständlich wird der Grundsatz, dass keine Flächen am Wölfersheimer See veräußert werden, dabei nicht gebrochen. Das Grundstück soll vielmehr an die Freie Ritterschaft verpachtet werden, wobei die Gemeinde Wölfersheim bei dem Projekt sowohl in der Planungs- als auch anschließend in der Umsetzungsphase ein Mitspracherecht erhalten müsse, so Kötter. Der Vorstand der Freien Ritterschaft erklärte sich bereit, das Projekt bei künftigen Gelegenheiten zu präsentieren, Fragen zu beantworten und Anregungen aufzunehmen. Unter anderem soll dies im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Bauausschusses stattfinden. Wenn die Gemeindegremien der Idee folgen, dann könnte im Frühjahr 2011 der erste Spatenstich zum mittelalterlichen Freilichtareal für die Burgenanlage in Wölfersheim erfolgen.

 
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