Ein emotionaler Abschied

25.04.2018

Ein kompletter Abschied war es nicht, denn auch künftig wird Rouven Kötter Bürger der Gemeinde Wölfersheim bleiben. Dennoch fanden unzählige Besucher den Weg in das Melbacher Dorfgemeinschaftshaus um sich bei Kötter in einer emotionalen aber auch ungezwungenen Verabschiedungsfeier für seine Verdienste zu bedanken.

 

Dass die Verabschiedung von Rouven Kötter keine trockene Veranstaltung mit Sitzreihen und monotonen Redebeiträgen wird war klar. Auf seinen Wunsch hin wurde die Veranstaltung in einem lockeren Rahmen realisiert. Das Melbacher Dorfgemeinschaftshaus war festlich dekoriert, in einer Markthütte gab es deftige Wurst, rustikales Brot und Brezeln.  An der Theke lockten Fassbier und Wölfersheimer Apfelwein. Zahlreiche Freunde, Weggefährten und Unterstützer waren gekommen. Die weiteste Anreise hatte sicherlich der ehemalige Bürgermeister der Partnerstadt L'Isle-sur-le-Doubs Remy Nappey mit seiner Frau. Ganz auf Redebeiträge verzichten wollte man jedoch nicht. Das offizielle Programm wurde vom Blasorchester des TV06 Berstadt unter der Leitung von Josef Retter musikalisch eröffnet. In gewohnt musikalischer Höchstform waren Stücke wie "South and West" oder auch "My Way" mit einem Solo auf Trompete und Flügelhorn zu hören. Als erste trat Carmen Körschner an das Rednerpult und begrüßte als Erste Beigeordnete die Gäste. Sie ging auf Kötters Verdienste in den vergangenen Jahren und die damit verbundene positive Entwicklung der Gemeinde ein. Im Anschluss ergriff der Hauptabteilungsleiter des Wölfersheimer Rathauses Markus Herrmann das Wort, der zugleich durch das Programm des Mittages führte. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und seinen Rückhalt gegenüber der Verwaltung. Gerhard Weber als Vorsitzender der Gemeindevertretung blickte auf Kötters Amtsantritt zurück, als er der jüngste Bürgermeister der Region war und einen Generationswechsel einläutete. Für die SPD-Fraktion sprach der ehemalige Erste Beigeordnete Manfred Sauer, der sich selbst als "kein guter Redner" bezeichnete, aber mit einer emotionalen und persönlichen Rede die Zuschauer ergriff. Auch die Vorsitzenden der Fraktionen ließen es sich nicht nehmen Lob und Dank zum Ausdruck zu bringen. Michael Rückl von den Grünen bezeichnete Kötter als "das Beste Pferd im Stall der Wetterauer SPD" und überreichte ein Eintracht Trikot, dass von allen Spielern unterzeichnet wurde. Burkhard Käs von der FWG dankte für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
Nach einer Pause, in der für die Besucher die Möglichkeit bestand sich auszutauschen, startete der nächste kurze Programmblock. Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch überbrachte die Grüße des Wetteraukreises und freute sich darauf auch künftig mit Kötter im Regionalverband zusammen zu arbeiten. Auch zahlreiche Vereine nutzten die Möglichkeit sich bei Kötter für die Unterstützung zu bedanken. Nach einer Vorführung des TSG Dance Kids und der Turntiger überreichte der Vorstand der TSG ein Präsent.  Stellvertretend für die Wetterauer Bürgermeister sprach Herbert Unger. Auch viele andere Bürgermeister aus den umliegenden Kommunen wie Dr. Isabell Tammer (Münzenberg), Adolf Ludwig (Limeshain), Dr. Thomas Stöhr (Bad Vilbel) waren unter den Besuchern. Auch der ehemalige Landrat und Bürgermeister Joachim Arnold ließ es sich nicht nehmen Grußworte zu überbringen. Gemeindebrandinspektor Roland Bender lobte in seiner kurzen Ansprache Kötters Unterstützung für die Wölfersheimer Feuerwehren. Die Wehrführer überreichten ihm als Dank einen historischen Feuerwehrhelm im Wölfersheim-Dekor. Sanierungsplaner Rainer Tropp ließ es sich nicht nehmen seinem Dank wie üblich in gereimter Form ausdruck zu verliehen. Der langjährige Vorstand des Eltern-Kind-Vereins dankte für die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und die gemeinsam umgesetzten Projekte. Auch Schulleiter Olaf Bogusch von der Singbergschule und Claudia Zaborowski von der Jim Knopf Schule waren unter den Gästen. Stellvertretend für sie sprach der ehemalige Schulleiter Thomas Gerlach, der auf die positive Entwicklung der Schulen mit Unterstützung der Gemeinde einging. Karl-Ernst Kunkel überbrachte die Grüße des Melbacher Jubiläumsvereins "Gemeinsam für Melbach" und der Melbacher Vereinsgemeinschaft. Er dankte für die große Unterstützung der Gemeinde in den vergangenen Jahren und die unkomplizierte Zusammenarbeit. Dem schloss sich auch Manfred Koppe an, der für den Berstädter Jubiläumsverein und die Berstädter Vereine sprach. Besonders dankte er für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen gegenüber den Ehrenamtlichen bei der Organisation des Jubiläumsjahres. Somit sei ein Festjahr der Bürgerinnen und Bürger entstanden. Christian Dorn überreichte Kötter ein Trikot der SG Melbach und erinnerte an die vielen schönen gemeinsamen Stunden auf den Veranstaltungen im Ortsteil. Auch viele weitere Vereinsvertreter waren anwesend, verzichteten jedoch auf ein Grußwort auf der Bühne.
So war der letzte Teil des Programmes durchweg musikalisch geprägt. Der Fanfahren- und Spielmannszug spielte mit dem Gesangverein Eintracht Wölfersheim zwei Titel unter denen natürlich auch das Lied "Glück Auf" nicht fehlen durfte. Dirigent Christoph Könitzer dankte für die Unterstützung der Vereine in den vergangenen Jahren. Die Drumband Wölfersheim, zu deren Gründungsmitgliedern Kötter gehört, marschierte mit Pauken und Trompeten in die Halle ein und gab zwei Lieder zum Besten. Auch wenn Kötter darum gebeten hatte auf Geschenke zu verzichten, so fanden sich immer mehr Präsente mit Eintrachtadler auf dem Tisch. Ein besonderes musikalisches Geschenk überbrachten die Musiker von Wölfersheim Live, für die der Kulturbeauftragte Sebastian Göbel sprach und sich für die unkomplizierte Zusammenarbeit bedankte. Er erzählte, wie Kötter ihn vor einiger Zeit bat ein Wölfersheim Lied zu schreiben, und dass ihm erst nach einer Nachfrage klar wurde, dass dies ernst gemeint war. Gemeinsam mit Gerald Reuzel und Thomas Gerlach entstand dann das Lied "Manchmal, wenn ich fort bin", dass gemeinsam mit Bernd Heinisch, Karl-Ernst Pulkert, Nina Gerlach, Thomas Gerlach und Gerald Reuzel erstmals live vor Publikum gespielt wurde. Der Abschluss des Programms oblag Kötter Nachfolger Eike See. Als langjähriger Freund und Kollege ging er in einem sehr persönlichen Grußwort auf die hinter Rouven Kötter liegende Amtszeit ein. So schloss Sees Grußwort mit dem Song "You'll never walk alone" ab und das offizielle Programm fand einen gelungenen Ausklang. Viele Besucher blieben jedoch noch einige Zeit länger. Zum Ende des Nachmittags übergab Magda Gerlach ein von ihr initiiertes Bild. Auf einer Leinwand hatten sich die Besucher mit Grüßen und Bildern verewigt.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
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