Wildbienen und andere Bestäuber

16.03.2018

Der Frühling steht vor der Tür, die ersten Pflanzen blühen und auch das Summen der Insekten weckt langersehnte Frühlingsgefühle. Damit wichtige Bestäuberinsekten wie die Wildbienen in unserer Landschaft überleben, will die Gemeinde zukünftig stärker in diesem Bereich aktiv werden. Im Södeler Herrngarten wurde nun ein Insektenhotel aufgestellt.

 

Die meisten Menschen denken bei Bienen an Honigbienen. Weniger bekannt ist die unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Bedingungen. Während sich der Bestand der Honigbiene dank zahlreicher Imker mittlerweile wieder erholt hat, leidet die Wildbiene unter anderem unter Nahrungsmangel. "Das Insekten- und Bienensterben geht uns alle etwas an." zeigt sich Klimaschutzmanager Markus Michel überzeugt. Um zur Bewusstseinsbildung beizutragen will man den Zukunftspfad Sodila um entsprechende Umweltschutzthemen erweitern. So wurde nun ein neues Insektenhotel angeschafft. Die Erste Beigeordnete Carmen Körschner nutzte die Möglichkeit, sich gemeinsam mit den Kinder des Kindergartens Regenbogen und den Mitgliedern der Wölfersheimer Ortsgruppe des Naturschutzbundes ein Bild vor Ort zu machen. Mit dem "Wildbienenhotel" und einer Saatgutmischung speziell für Wildbienen will die Gemeinde im Herrngarten erste Akzente setzen.
Michel erläuterte beim kurzen Termin vor Ort den Knirpsen, weshalb ein solches Insektenhotel wichtig ist. Um für ein entsprechendes Nahrungsangebot der Bienen zu sorgen durften die Kinder selbst Blumensamen auf den Wiesen verteilen. Die in Södel angelegte Wiese verfügt über eine Mischung verschiedener Wildblumen und Gräser. So bringen das späte Mähen und das Belassen blühender heimischer Wildkräuter der Natur weitaus mehr Vorteile als eine übertriebene Rasenpflege, die oft auf einem falsch verstandenen Ordnungsdenken beruht. Auf Teilen der Terrassen sollen im Laufe des Jahres noch Obstbäume gepflanzt werden. Hierzu befindet man sich bereits im Gespräch mit einer Baumschule, um für die Region typische alte Sorten zu wählen.
„Die Nahrungsvielfalt für Wildbienen wurde zu großen Teilen aus unseren Gärten vertrieben, wir wollen die Bürger sensibilisieren und ermutigen, ein vielfältiges Nahrungsangebot für Bienen und andere Bestäuber anzubieten. Die Bienen sind neben Rind und Schwein das drittwichtigste Tier in der Landwirtschaft. Rund 85 Prozent der Erträge in Landwirtschaft und Gartenbau sind von der Biene abhängig," so die Erste Beigeordnete Carmen Körschner.

 


 



 
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