Warnung vor Irreführung mit Energieausweisen

11.10.2017

Die Verbraucherzentrale Hessen und das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main warnen vor einer neuen Telefonmasche. Dabei melden sich Anrufer meist bei älteren Bürgerinnen und Bürgern mit einem unerlaubten Werbeanruf und behaupten, es sei jetzt gesetzlich vorgeschrieben, dass Eigenheimbesitzer einen Energieausweis benötigen oder dass dieser geprüft werden müsse. Im Anschluss versuchen die Anrufer, einen Termin zu vereinbaren, um dann in einem persönlichen Gespräch weitere Verträge anzudrehen.

 

Bei der Verbraucherzentrale, dem Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main und dem Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. haben sich in den letzten Wochen mehrere Personen gemeldet und von dieser neuen Masche berichtet.

 


NICHT JEDER EIGENHEIMBESITZER BENÖTIGT EINEN ENERGIEAUSWEIS

 


„Die Behauptung, dass es gesetzlich vorgeschrieben sei, dass jeder Eigenheimbesitzer einen Energieausweis benötigt, ist schlichtweg falsch“, sagt Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main. „Energieausweise brauchen nur Immobilienbesitzer, die ein Haus verkaufen oder eine Wohnung neu vermieten wollen“.
„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Betrüger an der Haustür versuchen, weitere Verträge abzuschließen, beispielsweise zum Einbau neuer Fenster. Wir empfehlen den Verbrauchern, sich nicht verunsichern zu lassen und auf keinen Fall darauf einzugehen“, so Beate Barczyk, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen.
Eigentümer, die an einer Energieberatung interessiert sind oder Fragen zum Energieausweis haben, können sich bei der Verbraucherzentrale oder beim Energiepunkt Frankfurt RheinMain e.V. melden und einen persönlichen oder telefonischen Beratungstermin vereinbaren.
KEINEN TERMIN VEREINBAREN UND KEINEN ZUTRITT GEWÄHREN
Die Verbraucherzentrale Hessen und das Energiereferat Frankfurt raten allen betroffenen Verbrauchern auf die Anrufer nicht einzugehen, keinen Termin zu vereinbaren und das Gespräch möglichst schnell zu beenden. Auf keinen Fall sollte die Tür geöffnet werden. Sollten Unterlagen zugeschickt werden – beispielsweise Auftragsbestätigungen oder Zahlungsaufforderungen – kann der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.  
Das Energiereferat und die Verbraucherzentrale legen allen Betroffenen nahe, den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen und den unerlaubten Werbeanruf bei der Bundesnetzagentur zu melden.

BERATUNG FINDEN SIE UNTER

Verbraucherzentrale Hessen e.V.
Große Friedberger Straße 13-17
60313 Frankfurt am Main
(069) 972010-900
energie@verbraucher.de
www.verbraucherzentrale-hessen.de


 
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