Kulturgut soll erhalten bleiben

24.02.2017

Streuobstwiesen sind nicht nur Lieferanten schmackhaften Obstes, sondern auch wichtige Biotope für Vögel und Insekten. Sie sind ein Stück hessisches Kulturgut und liefern die Grundlage für lecken Apfelsaft und Apfelwein. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, setzen sich viele Bürger für ihren Erhalt ein. Die Gemeinde unterstützt diese an verschiedenen Stellen, so auch kürzlich mit der Anschaffung einer Pflegeausrüstung.

 

Die Streuobstwiesenbestände verzeichnen leider seit Jahrzenten einen starken Rückgang. Um in Wölfersheim diesen Negativtrend zu stoppen, engagieren sich die NABU- Ortsgruppe und die Interessensgeschmeinschaft „Streuobstwiesen“ ehrenamtlich für den Erhalt und den Ausbau dieser wichtigen Lebensräume und des bedeutsamen Kulturgutes. Der Erhalt von Streuobstwiesen ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz – aber pflege- und durchaus auch kostenintensiv. Aus diesem Grund spendet die Gemeinde Wölfersheim den beiden Ortgruppen zur Pflege der Bäume eine hochwertige Pflegeausrüstung. "Es freut mich sehr, dass sich Bürger für den Erhalt der Streuobstwiesen und Obstbaumreihen in unserer Gemeinde einsetzen. Ich sehe es als eine Selbstverständlichkeit, an dieses Engagement zu unterstützen." so Bürgermeister Kötter bei der Übergabe der Arbeitshilfen.
Ein weiteres und wiederkehrendes Thema auf den Streuobstwiesen ist die "Wilderei". Die meisten Grundstückbesitzer dürften kein Problem damit haben, wenn sich ein Spaziergänger ein wenig Wegzehrung mitnimmt. Aber oft werden zum Leidwesen der Eigentümer ganze Bäume illegal abgeerntet. Hinzu kommt oft noch eine unfachmännische Erntemethode, die den Baum nachhaltig beschädigen kann. „Wer Früchte von Grundstücken mitnehmen möchte, braucht die Erlaubnis des Besitzers! Andernfalls ist es Diebstahl, der strafrechtlich verfolgt wird.“ erklärt Markus Michel, zuständiger Sachbearbeiter im Rathaus. Zur Unterstützung und zur Aufklärung stellt die Gemeinde entsprechende Verbotsschilder zur Verfügung. Das erste Schild dieser Art wurde im Rahmen der Übergabe an die Interessensgemeinschaft Streuobstwiesen übergeben.
Bei Fragen oder Interesse zur Pflege von Streuobstwiesen steht der Sachbearbeiter im Rathaus, Markus Michel, Tel. 97 37 62, zur Verfügung. Unterstützer für Streuobstwiesen sind gesucht und willkommen!

 


 
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