Brauchtumsfeuer
Brauchtumsfeuer und Brauchtumspflege sind vielerorts in Hessen seit Jahrzehnten als fester Bestandteil in der örtlichen Gemeinschaft verankert. Hierbei handelt es sich um Martinsfeuer, Osterfeuer, Johannisfeuer, aber auch um örtliche Brauchtumsfeuer wie z. B. Hutzelfeuer, Lärmfeuer und um Christbaumverbrennungen.

Derartige Veranstaltungen, bei denen unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt unter bestimmten Voraussetzungen als Brennmaterialien eingesetzt werden, unterliegen nicht dem Abfallrecht und können nicht als „Verbrennung pflanzlicher Abfälle“ angezeigt werden.

Nach der gängigen Rechtsprechung sind Brauchtumsfeuer dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Ortschaft verankert sind und von einer Glaubensgemeinschaft, einer Organisation oder einem Verein unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausgerichtet werden. Dabei wird vorausgesetzt, dass Brauchtumsfeuer im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung stattfinden, die für jedermann zugänglich ist. Im Umkehrschluss ist das Verbrennen von Holz, Baum- und Strauchschnitt von z. B. Landwirten oder Gartenbesitzern auf deren Grundstück im privaten Kreis auch dann nicht als Brauchtumsfeuer anzuzeigen, wenn es regelmäßig z. B. zur Osterzeit stattfindet.
 
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